Symposium

OpenSpace Symposium, Jänner 2013, WUK, Wien:   Schön war’s!   🙂

 Muss Strafe sein?  – Alternativen und Lösungsansätze

Je weniger repressive Elemente eine Gesellschaft braucht, um so besser. Aber – geht’s denn ganz ohne? Wie weit können wir, als einzelne und als Gesellschaft, auch ohne Strafe, Straflogik und Schuldzuweisungen auskommen? Welche alternative Wege gibt es, mit Problemen umzugehen?

Restorative Justice, Mediation im Strafrecht; Legalisierung, Toleranz, Pluralismus; Mündige Menschen, kompetente Gesellschaft; Strukturveränderungen, die bestimmte Probleme gar nicht mehr entstehen lassen: das sind einige der relevanten Stichworte.

Das Symposium möchte einen weiten Bogen spannen über theoretische Ansätze und funktionierende Praxisbeispiele, aus so vielfältigen Bereichen wie freie Schulen und alternativer Pädagogik; harm reduction in der Drogenpolitik; Legalisierung (von (Homo-)Sexualität bis Copyright); Konflikttransformation, Kommunikation und Selbsthilfegruppen; Mediation im Gemeindebau und im Strafrecht; Wahrheits- und Versöhnungskommission in Südafrika u.v.a.m. (siehe dazu auch Texte und Mitschnitte aus früheren Veranstaltungen)

Alle, die interessiert sind, und/oder Erfahrungen in einem derartigen Bereich mitbringen, sind herzlich eingeladen zu kommen, mitzudiskutieren, oder auch selber Vorträge und Workshops anzubieten. Dies ist ein OpenSpace Symposium! Alle können anbieten, was sie wollen, und teilnehmen, wo sie wollen. Das Plenum am Samstag Morgen ist der Ort, wo alle ihre Workshopangebote vorstellen können und das Tagesprogramm voller parallel laufender Sessions erstellt wird.

Vorschläge für Sessions (Workshops, Vorträge, Praxisgruppen, Filme…)

Alle Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, etwas anzubieten, was ihrer Meinung nach zum Thema passt, für tagsüber oder für das Abendprogramm. Diese Liste hier ist eine unverbindliche Vorankündigung. Sie soll potentiell Interessierten ein Gefühl dafür geben, was uns in etwa bei dem Symposium erwarten wird. Inhaltliche Inspiration geben auch die bisherigen Veranstaltungen. Das genaue Programm wird auf dem Symposium im ersten Plenum festgelegt. Bitte Vorschläge für Sessions per mail an: rejust@nachhaltig.at, wir tragen sie dann ein.

  1. Peacemaking Circles – Kreise in der Konfliktbearbeitung; Katharina Kolaritsch
  2. Schuldgefühle als Ursachen für Erkrankungen, Leo Spindelberger
  3. Mediation im Stratrecht: der Tatausgleich, Einführung und Erfahrungsberichte; Neustart
  4. Erfahrungen einer freien Schule: Lernwerkstatt Pottenbrunn, Grete und Anna Distelberger
  5. Strafe und alternative Sanktionen aus menschenrechtlicher Sicht: pro und contra, Judith Stummer-Kolonovits
  6. Prozess und Ergebnis: Ist der zentrale Punkt bei Restorative Justice die Wiedergutmachung oder die aktive Beteiligung der Betroffenen (die womöglich gemeinsam doch eine Art Strafe beschließen…)?  Christa Pelikan
  7. Das Heilsame des Verzeihens und Vergebens; Leo Spindelberger
  8. Restorative Justice in Südafrika mit dem Fokus Truth and Reconciliation Commission – TRC (Wahrheitskommission). Unterbereiche: Demokratisierungs- bzw Transitionsprozess, NGO Amy Biehl Foundation, Trust, Ubuntu, TRC; Stephanie Pongratz
  9. Garten der Generationen – Existenzsicherung (Subsistenz) ohne „Wenn und Aber“; Markus Distelberger
  10. Die Bedeutung von Gefühlen in der Traditionellen Chinesischen Medizin; Leo Spindelberger
  11. Erziehung ohne Strafe – Strafrecht ohne Strafe?: Was ist möglich? Wo geraten wir an Grenzen? Christa Pelikan
  12. Kann es auch bei Gewalt- und Tötungsdelikten Restorative Justice geben? (Erfahrungen aus internationaler Seelsorge-RJ); Matthias Geist
  13. Strafvollzug und Sozialarbeit im Strafvollzug in Österreich; Daniela Huber
  14. Family Conferencing in Östereich: das laufende Pilotprojekt, Georg Wieländer, Neustart
  15. Die Zukunftsbibliothek – private Bücher öffentlich zugänglich machen, Vernetzung und Austausch födern zu Themen wie Nachhaltigkeit, Potentialentfaltung, Gesellschaftsentwicklung; Josef Kreitmayer
  16. Diskussionsrunde zum Erfahrungsaustausch: Wie gehen wir in Situationen mit flachen Hierarchien damit um, wenn Beteiligte die Vereinbarungen nicht einhalten? Brigitte Kratzwald
  17. Einführung ins Theater der Unterdrückten – Forum-, Zeitungs-, Unsichtbarestheater; Ilona Pertl
  18. Suchtgeschichten: Muss Strafe bei Drogendelikten sein? Anhand des Erfahrungsbereichtes eines ehemaligen Suchtkranken: was bewirken Vorstrafen? Was führt zu einem erfüllten Leben?; Stefan Lirsch
  19. Wann ist Strafe sexy? Einsichten zu Strafe/Hierarchie/Macht/Lust/Eros aus der sadomasochistischen Praxis; Robert Misson
  20. Wie sich Menschen im Gefängnis fühlen und welche Auswirkungen ein Gefängnisaufenthalt haben kann; Manfred Jung
  21. add your topic: rejust@nachhaltig.at

Was ich zwar nicht selber anbieten kann, wovon ich aber hoffe, dass jemand anderer es anbietet…

  1. Diskussion zu „Wie kann eine Gesellschaft ohne Gefängnisse funktionieren?“
  2. Restorative Justice – Muss Strafe sein“ als neue Herangehensweise um das Rechtsverständnis von Jugendlichen zu stärken?
  3. Ein Vortrag zu Ho´oponopono, der hawaiianischen Heilungs- und Vergebungsmethode, von jemandem der viel mit dieser Methode arbeitet.
  4. add your topic: rejust@nachhaltig.at

Teilnehmende

Zur Anmeldung bitte ein email schicken an: rejust@nachhaltig.at mit Name, Interesse/Hintergrund, ggf. Webseite, Organisation. Bitte gegebenfalls auch Titel von Vorträgen, Workshops etc schicken, die Sie anbieten könnten.

  1. Christa Pelikan;Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, langjährige Forschung zu Restorative Justice in Europa, ehem. Beauftragte des Europarats für Restorative Justice
  2. Georg Wieländer; Neustart, arbeitet im Tatausgleich in der Mediation im Strafrecht, auch im laufenden österreichischen Pilotprojekt zu Family Conferencing.
  3. Nicole Lieger; arbeitet zu gesellschaftspolitischem Wandel, unter anderem an Alternativen zur Straflogik
  4. Carina Pichler; schreibt an einer Arbeit zu Buddhismus, Restorative Justice und Thailand
  5. Katharina Leitner
  6. Katharina Kolaritsch; Mediatorin und Juristin, beschäftigt sich damit wie Menschen mit Konflikten umgehen, besondere Interessen: Eigenverantwortung und Gewaltfreiheit
  7. Grete Distelberger; Mitbegründerin der freien Schule Lernwerkstatt Pottenbrunn und des Garten der Generationen
  8. Anna Distelberger; Absolventin der freien Lernwerkstatt Pottenbrunn
  9. Stefan Lirsch;Wald- und Montessori-Pädagoge, Seminarleiter (‚Suchtgeschichten‘, ‚Recht hat jede/r‘ u.a.), freischaffender Künstler, Shiatsu-Praktiker
    Philipp Lirsch; Man(n) wird Mensch; Alternativpädagogik
  10. Markus Distelberger, Jurist, Mediator, Aufbau neuer Gemeinschafts- und Wirtschaftsformen und freier Lernräume; 7generationen Netzwerk, Mitbegründer der Lernwerkstatt Pottenbrunn, und des Garten der Generationen
  11. Carl Polonyi
  12. Leo Spindelberger, Arzt
  13. Stephanie Arzberger
  14. Werner Hofmann
  15. Patrick P.
  16. Katharina Riedl, macht Gerichtsjahr und strebt Beruf als Richterin an
  17. Oliver Stauber, arbeitet in Rechtsanwaltskanzlei
  18. Brigitte Kratzwald, Vorträge, Workshops, Forschungsprojekte zu commons und Solidarische Ökonomie
  19. Stephi Pongratz, Politikwissenschafterin und angehende Trainerin. Ganzheitlich politische Arbeit bei TAU – Magazin für Barfußpolitik, Diplomarbeit über die TRC – südafrikanische Wahrheitskommission
  20. Nicole Czekelius, Studium der Architektur und Kultur- und Sozialanthropologie, Projektleitung HammockTreeRecords
  21. Susanna Sulig, Studentin Kultur- und Sozialanthropologie sowie Bildungswissenschaften, Projektleitung HammockTreeRecords
  22. Stephan Hochleithner
  23. Idalina Misanga
  24. Laura Fuchs-Eisner
  25. Judith Stummer-Kolonovits, Juristin, Mediatorin, mehrjährige Forschung zu alternativen Sanktionen in Österreich, derzeit ua als Menschenrechtstrainerin tätig
  26. Alfred Springer; Psychotherapeut, Mediziner (Neurologie u Psychatrie); Suchtforschung, Drogenpoltitk.
  27. Ulrike Prohazka
  28. Renate Lieger
  29. Matthias Geist; Evangelischer Pfarrer/Gefängnisseelsorger und Supervisor (transcendo), Vorstandsmitglied der IPCA Europe seit 2012
  30. Barbara Klaus;  leidenschaftlich Lernende, ringend mit der Kopf-Bauch-Seele-Balance, unterrichtend (meist) mit Freude in unterschiedlichen (Fach)Bereichen und Altersgruppen, auf dem Weg des Lebens eine Suchende.
  31. Anika Schilling; Juristin, beruflich mit Erinnerungs- und Entschädigungsarbeit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt, Mediatorin mit Gewaltfreier Kommunikation
  32. Daniela Huber; Sozialarbeiterin in Justizanstalt sowie Studentin der Soziologie
  33. Matthias Priewasser
  34. Hansjörg Schlechter, Neustart
  35. Lukas Traussnig; Physiker
  36. Josef Kreitmayer; Initiator der Zukunftsbibliothek Wien und Projektkoordinator von Get Active
  37. Esther Öfferlbauer; Pädagogik-Studentin, Mediatorin in Ausbildung
  38. Kristina Koblenc
  39. Miro Kilic
  40. Ilona Pertl; arbeitet in einer Montessori Kinergruppe, Erfahrung mit Council
  41. Stefanie Riedler
  42. Silvia Riegler
  43. Kay Felder
  44. Johannes Leitner
  45. Laura Rostrot
  46. Anja Fallmann
  47. Jakob Kreuz
  48. Katharina Riedl
  49. Melanie Dohr
  50. Valentin Badura
  51. Daniel Schatzdorfer
  52. Melanie Nayeli Waldgeist
  53. Tatyana Anic
  54. Susan Florries
  55. Sonja Hildegard
  56. Norbert Mitunter Karvanek
  57. Lukas Zechmeister
  58. Johann Hochleithner
  59. Flo Yjklwi
  60. Aline DeZordo
  61. Anton Kögler
  62. Georg Rotomer
  63. Johannes Rother
  64. Susanna Lehrner
  65. Agnes Lugmayr
  66. Yolanda Kramer
  67. Nikola Winter
  68. Angelika Adensamer
  69. s’Häferl
  70. Werner Grosinger
  71. Kathrin Sieder, mach es anders
  72. Friedrich Jelinek
  73. Maria Sukup, Lebens- u. Sozialberaterin, Energetikerin, Trainerin, Coach und Kabarettistin. Arbeitet in eigener Praxis und in einer Familienberatungsstelle
  74. Petra Enengel, Juristin, möchte Dissertation im Bereich „Strafvollzug im Konflikt mit Grundrechten“ schreiben, hat am Ludwig Bolzmann Institut mitgewirkt an Projekt zu Gewaltprävention in Jugendhaftanstalten
  75. Christine Hubka
  76. Miro Pedro
  77. Stephanie Pongratz
  78. Torsten Hein
  79. Anton Kägler
  80. Jonathan Schmied
  81. Thomas Amaran
  82. Petra Haas
  83. Sokaina Jabbar
  84. Daniela Schuh
  85. Miriam Sofie
  86. Paul Franzke
  87. Rudi Königshofer, Justizanstalt Garsten
  88. David Loibl, Student der Soziologie
  89. Michaela Beham, Studentin der Kultur- und Sozialanthropologie
  90. Martin Felsberger, interessiert an alternativer Pädagogik und freien Schulen
  91. Robert Mission, Libertine Sadomasochimus-Initiative Wien
  92. Thomas Herzig, Architekt, pneumocell
  93. Katharina Skorpik
  94. Francine Pollak
  95. Laura Lechner
  96. Sarah Mitternacht
  97. Gabriela Janu, arbeitet mit Lomi Lomi Nui – hawaiianischer Körperarbeit und hawaiianischer Kultur, unter anderem auch mit Ho’oponopono
  98. add yourself:  per email an rejust@nachhaltig.at

Fr, 11. Januar 2013, 19.00
abendlicher Auftakt: Podium und World Cafe
Kurzvorstellung verschiedener Themenbereiche und Impulsgebender: von freien Schulen über Mediation im Strafrecht bis zu Legalisierung und kompetenter Gesellschaft.

Sa, 12. Januar 2013 – So, 13. Januar 2013
Open Space Symposium

Sa, 12. Januar

  • 9.30 Ankommen und Check-In
  • 9.50 Eröffnungsplenum und Programmerstellung
  • 11.00-12.30 parallele Sessions
  • Mittagspause
  • 14.30 – 16.00 parallele Sessions
  • 16.15 – 17.45 parallele Sessions
  • 18.00 Ernteplenum
  • Abendessen
  • 20.00 Konzert: Bonnage Horreur
    (Kontrabass/E-Bass, Gitarre/Sitar, Looper) mit Live-Comcizeichner SR Ayers:
    Bernd Ammann und Benjamin Schiemer widmen sich dem Experiment Bonnage Horreur mit besonderer Hingabe aus besonderen Gründen. Kontrabass und Sitar sind gleichzeitig widerspenstig, stur und unhantlich, als auch fügsam, filigran und offen. Bei genügend Raum und Geduld wissen sie mehr zu sagen, als man Anfangs zu hören meint.
    Der Einsatz vom Looper vervielfältigt ihren Klang auf eine unerhört vielschichtige Weise und webt schlussendlich den fliegenden Teppich des Djinn. Das Zwischenspiel mit E-Bass und Gitarre dient lediglich als Mittel gegen den Schwindel und als Rückbesinnung zum Groove.
    SR Ayers unterzeichnet das Konzert live am Overhead!
    Ein Projekt von Gehdanke

So, 13. Januar

  • 9.30 Ankommen und Check-In
  • 9.50 Eröffnungsplenum und Programmerstellung
  • 11.00-12.30 parallele Sessions
  • Mittagspause
  • 14.30 – 16.00 parallele Sessions
  • 16.15 Ernteplenum

WUK, 1090 Wien. Eintritt frei. In Zusammenarbeit mit SchülerInnenschule und Werkcollege WUKwww.schuelerinnenschule.at

Weitersagen

Diese Veranstaltung hat kein Werbe- (oder sonstiges) Budget. Sie lebt davon, dass Interessierte weitere Menschen einladen. Also bitte den Link weiterverbreiten, über die Veranstaltung sprechen, vielleicht einzelne Personen speziell einladen; selber einen Workshop anbieten, und Menschen einladen, die das vielleicht tun möchten.

Flyer, pdf
Einladung, pdf
Hashtag: #rejust
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Veranstaltungshinweise zu verwandten Themen:

    • „Muss Strafe sein? – Alternativen und Lösungsansätze“, Veranstaltung von SOL Wien, 18.10.2012, 19.00, Robert Hamerlingg. 7, 1150 Wien
    • „Jugendgerichtsbarkeit und Jugendhaft in Österreich: Alles in Ordnung?“ am 12.11.2012, 19.00, Großer Saal im Landesgericht Wien, Anmeldung bei acuns.vienna@gmail.com
    • „Human Rights Talk: Muss Strafe sein?“ am 15.11.2012, 18.30, Gr.Schwurgerichtssaal, Landesgericht Wien, Landesgerichtsstraße11, 1080 Wien, Anmeldung bei humanrightstalk@univie.ac.at
    • „Sinn und Unsinn des Strafrechts“, am 3.12., ab 19:30 im Seminarraum 10 am Juridicum, Wien
    • Kreise als Methode zur ganzheitlichen Konfliktbearbeitung – Infoabend am 8.2.2013 um 18 Uhr, in den Räumlichkeiten von Barta & Team, Artur-Michl-Gasse 10 b, 8042 Graz, Anmeldung an katharina@kolaritsch.at
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